SOULRUNHIKER

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Barefoot Jesko

Montag, 29. Juli 2013

Die abgebrochene Deutschland tour Tag 1 und 2

So liebe Leute jetzt kommt nach langer Wartezeit doch noch mein Bericht zu meiner leider abgebrochenen Deutschland tour.

Ich stückel den Bericht mal ein wenig und werde immer jeweils von zwei Tagen Berichten.
Der Bericht würde sonst zu lang, und aus der Riesen Auswahl von Fotos (die eigentlich zum größten teil nur schlechtes Wetter zeigen) ist es nicht einfach die eindrucksvollsten heraus zu suchen.

Die lang geplante tour sollte leider schnell vorbei sein. Die Lange Zeit der Vorbereitungen und Testungen wurden leider nicht wie gedacht vom Erfolg gekrönt.


Aber jetzt erstmal von vorn!


1. Tag 28.05.2013



Nach der Nachtschicht alle Sachen zum 2. 3. 4. und 5. mal gepackt. Es soll ja nichts vergessen werden.
Meine Mom brachte mich dann zum Hagener Hbf von dort ging es ohne weitere Vorkommnisse und ohne Verspätungen, wie man es ja von der Bahn eigentlich gewohnt ist, nach Görlitz Hbf.




Angekommen in Görlitz bot sich mir ein tristes Bild!! Schlechtes Wetter starkregen und Sturm. ---






Das ist kein Bach auf dem Foto!! Das ist der Wanderweg!!!! Knöchel bis zum teil Knietief bin ich durch die Fluten gewatet!!!


Totmüde von der Nachtschicht und der Fahrt nach Görlitz bin ich dann noch die Landeskrone hoch und weiter bis nach Friedersdorf.





Am ende des sehr anstrengenden ersten Tages habe ich doch knapp 20Km geschafft. Zum teil bin ich Barfuß gewandert zum teil mit meinen Luna Sandals. Es ging durch schlammige Pfade und Pfade die sich in Bäche verwandelt hatten. Echt Krass. Und dieser starke Regen, einfach Wahnsinn!!
Angekommen in Friedersdorf habe ich eine perfekte Übernachtungsmöglichkeit gefunden.
Zum pfiffigen Klempner.
Tot müde schlief ich dann ein!! Das war für den ersten Tag mehr als genug. Ich hoffte das das Wetter sich bessern würde.









2. Tag 29.05.2013


Nach einer sehr erholsamen Nacht im pfiffigen Klempner begrüßte mich doch tatsächlich die Sonne am nächsten Morgen. Bis auf sehr wenige Sonnenstunden sollten es die letzten Sonnenstrahlen bleiben die mich auf der tour wärmten.
Schön warm schien sie die Sonne. Das weckte Lebensfreude und Mut, so hatte ich mir den Anfang meiner Deutschlandtour vorgestellt.
Einfach herrlich!!!








Unterwegs traf ich eine kleine Wandergruppe die mich ca. 10Km begleiteten. Da ich natürlich Barfuß unterwegs war, war das staunen und bewundern der mitwanderer sehr sehr groß. Und überhaupt, egal wo ich lang gewandert bin überall war mir die Begeisterung der Mitmenschen sicher. O.K. man sieht ja auch nicht jeden Tag einen Typen wie mich und dann noch mit diesem Verrückten Vorhaben einmal quer durch Deutschland zu laufen.








Über Sohland am Rotstein und die Löbauer Berge ging es zum Gußeisernen Turm. Der einzige Gußeiserne Turm der Welt!!
Klasse teil und bei dem Wetter war ich auch bereit für ein wenig Kultur.









Unterwegs viele nette Leute getroffen und auch einen der gerade seine Kohlen aus Dortmund in seinen Keller schaufelte.
In Löbau kam dann das worauf ich gern verzichtet hätte. Das Unwetter das mich den Rest der tour begleiten sollte und die schlimmste Hochwasser Katastrophe in Süd-Ostdeutschland auslöste. Nicht genau dieses Unwetter sondern die unzähligen darauf folgenden.

Ich konnte nur eins tun, mich schnell in Sicherheit begeben. Ich kam mir vor wie auf der Flucht vor einem Riesigen Monster!!! Das tiefe und laute Grollen, der aufkommende starke Wind und die unzähligen Blitze waren sehr sehr Angsteinflößend!!
Da merkt man wie klein man ist und wie Gewaltig und mächtig die Natur doch ist.








Also schnell ein unterschlupf gesucht und eine provisorische Hütte gebastelt. Es war aber noch zu früh um ein Nachtlager aufzuschlagen.
Also blieb mir nur eins weiterlaufen!!
Und da passt auch mein motto der tour: Meine einzige Option ist weiterlaufen, einfach weiter!!









Also weiter zum Hochstein. Nach ein wenig Kraxelei auf Rutschigem Felsen und ich konnte mich sogar in das Gipfelbuch eintragen. Mein erster Eintrag überhaupt in ein Gipfelbuch!! Stolz war ich und mit geschwollener Brust ging es weiter durch den Starkregen.
Nach knapp 30Km am 2. Tag habe ich dann noch rechtzeitig bevor es Dunkel wurde einen Schlafplatz am Czorneboh (Schwarzer Gott) gefunden. Auf fast 600m Höhe war es Nass und Kalt. Bei dem Wetter wollte ich mein Tarp nicht aufbauen. Ich übernachtete unter einem Pavillon. Ein Glück!! Die Nacht war Kalt aber mit so vielen Eulen um mich herum ein unvergessliches Erlebnis!!!






Leider können die Fotos nicht das Erlebte so wieder geben. Dieser Regen dieser unaufhörliche Starkregen kann man nicht in Worte fassen und schon gar nicht im Bild einfangen. Wenn ich mir die Fotos anschaue denke ich so schlimm war es doch nicht, aber wenn man dort war ................. einfach Unvorstellbar. Zum teil habe ich aus Angst um mein Leben (und das ist nicht übertrieben) gar keine Fotos gemacht. Manche Bilder von Erdrutschen, umfallenden großen Bäumen, reißenden Fluten durch die ich gewatet bin habe ich nicht festhalten können. Diese unvergesslichen Bilder bleiben in meinem Kopf. Für immer.
Die Flutkatastrophe kam ja nicht von ein bisl Regen. Es war der Wahnsinn!! Aber dies sieht man zum teil noch auf Fotos in den nächsten Tagen.


Weiter dann Morgen mit den Tagen 3 und 4