SOULRUNHIKER

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Barefoot Jesko

Mittwoch, 31. Juli 2013

Die abgebrochene Deutschland tour Tag 5

So jetzt geht weiter mit dem 5. Tag


5. Tag 01.06.2013


Nach einer sehr Erholsamen Nacht in einem Super Bett gehe ich gleich am Morgen noch einmal Duschen. Super!!!
Tut gut. Dann ab in den Frühstücks Saal. WOW was eine Auswahl!!! Ich greife so richtig zu und Unterhalte mich noch prächtig mit ein paar Puppenspielern und Gästen. So kann auch ein Tag beginnen.
So gut der Tag mit Ausschlafen im Bett und super Frühstück angefangen hat so schlecht ist das Wetter.
Aufgrund des Wetters habe ich doch sehr mit mir zu Kämpfen meinen Palast zu verlassen und endlich meinen Weg fortzusetzen. Irgendwie kann ich mich nicht losreißen und so wird es fast 11 Uhr bevor ich mich nun endlich auf den Weg mache.
Die nette Dame an der Rezeption wollte mich doch glatt da behalten und bot mir ein anderes Zimmer für die nächste Nacht an. Dies musste ich aber schweren Herzen verneinen.
Denn wie war das noch?? Meine einzige Option ist weiterlaufen!!!




Also los!!! Auf den Straßen war trotz des Wetters einiges los und so sah ich noch einen Gaukler der mit einer Ruftüte zu seiner Show einlud irgendwie ein tolles Bild!! Und er verabschiedete mich noch Persönlich.
O-Ton: "Unser Barfüßige Vagabund macht sich wieder auf seinen Abenteuerlichen Weg in die Ferne! Wir wünschen ihm alles gute. Lebe Wohl du Barfüßiger Vagabund!"
Ja, da fühlte ich mich echt gut!! Danke Lieber Gaukler!!!



Es ging wieder in den Wald, weg von der Zivilisation. Durch abermals strömenden Regen kämpfte ich mich Richtung Waltersdorf. Meine Stimmung wurde von Schritt zu Schritt schlechter. Wann hört denn dieses Wetter endlich mal auf mich so zu Ärgern??? Verdammt noch mal!!!
Ich plane diese Tour jetzt seit über einem halben Jahr und nun dies. Klar wusste ich das es mal Regnen würde, aber dies dann fast 5 Tage am Stück? Wenn es wenigsten Human Regnen würde dann wäre das ja noch O.K. aber bei diesem Unaufhörlichem Starkregen geht das echt an die Substanz!!! Man ist nach ein paar Minuten Klatsch nass egal ob mit Regenschirm oder ohne. Die Regenjacke hält schon gut was ab. Manchmal geht dann der Starkregen in Nieselregen über damit auch die letzte Pore durchnässt wird.
Womit habe ich das verdient??



So langsam bekam ich dann auch von zu Hause mit das sich hier ein Unheil anbahnte!!! Viele Fernsehsender Berichteten schon von Überflutungs Gebieten in meiner nähe. Aber das habe ich noch nicht für voll genommen. Ach so schlimm ist das dann ja auch nicht dachte ich. Einfach weiter, immer weiter!! Was bleibt mir auch sonst anderes übrig?




Ich kehrte nach ein paar Stunden des Regen Wanderns in eine Gaststätte ein und Trank mir ein Bier.
Da höre ich von den Besitzern keine guten Nachrichten. Denn wenn ich noch über die Elbe wolle sollte ich mich lieber beeilen, da der Pegel der Elbe schon so angeschwollen war das der Personenfährverkehr bald eingestellt werden würde.
Hmmmm so ein Mist dachte ich. Aber wird schon passen. Erst mal auf den Lilienstein dem Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Davon rieten mir die Besitzer aber dringend ab da es bei dem Wetter viel zu Gefährlich sei dort hoch zu gehen.
Und Barfuß schon mal gar nicht. Außerdem ging die Sicht gegen Null.
O.K. dann mal schnell los. Natürlich bei Starkregen!!





Die beiden Fotos geben den Regen in dem ich Unterwegs war endlich mal so richtig wieder!!




Vom Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz dem Lilienstein war nichts zu sehen. Es hätte auch nur ein bewaldeter Hügel sein können. Verdammte Axt!!! So Ärgerlich!!!




Und dann war es wieder so weit!!! OH mein Gott!!! Ein älteres Pärchen mit denen ich in der Gaststätte gesprochen hatte kamen mit dem Auto hinter mir her um mir meine Trekkingstöcke zu bringen.
Ich habe sie mal wieder vergessen. Und da war ich schon eine halbe Stunde unterwegs. Ein Glück ist es der Wirtin aufgefallen das ich die Stöcke draußen vergessen hatte. Oh man wo habe ich nur meinen Kopf!!!!
Es gibt sie doch noch ehrliche Liebe Leute!!! Danke unbekannter weise!!!



Es ging dann komplett mit allen Sachen an Bord weiter nach Königstein an der Elbe.



Die Elbe war doch schon recht angeschwollen, die Fähre fuhr aber ein Glück noch. Ein echtes Erlebnis über einen Hochwasserführenden Fluss überzusetzen.



Die Hochwassermarke und ein paar Schaukästen mit Bildern aus dem Jahr 2002 zeigten mir Eindrucksvoll was die Elbe hier für eine Katastrophe angerichtet hatte.
Heute weiß ich das diese Marke 2013 noch überschritten wurde. Unvorstellbar!!!



Ich machte mich auf zum Pfaffenstein wo ich unter einer Bank mit Dach ein wenig verweilte. Ich wusste nicht mehr weiter. Ich war nervlich am Ende!! Wie soll das hier nur weitergehen? Wie soll ich so überhaupt noch weiter machen?
Ich war Ratlos!! Meine Tochter und Eltern und vor allem mein Freund Barefoot Mecki bauten mich am Telefon wieder auf.
Und wieder war die einzige Option die ich hatte, weiterlaufen!!


Den Pfaffenstein bestieg ich durch das Nadelöhr. Sehr Eindruckvoll wenn man einen Klettersteig hoch kraxelt und daneben ein Sturzbach in die Tiefe rauscht. Oben angekommen bin ich erst mal in die Gaststube um mir ein stück Kuchen zu Essen.
Als ich Barfuß mit voller Montur in die Gaststube rein bin hat die junge Kellnerin sich gar nicht mehr einbekommen.
Sehr Lustig!!! Die überschaubaren anderen Gäste staunten auch nicht schlecht und jeder fragte warum ich das mache.
Bereitwillig gab ich über meine Motivation Auskunft. Am Pfaffenstein war ich echt der Hit!!





Da ich ja nun schon der Hit am Pfaffenstein war fragte ich die Bedienung ob ich nicht unter dem Vordach mein Nachtlager aufschlagen durfte. So recht war ihnen das nicht aber ich durfte bis zu nächsten Tag um 8 Uhr dort verweilen.
Ein Glück den weiter konnte ich nicht mehr. Ich war leer und ausgebrannt.
Mein Linker Fuß hatte sich wie befürchtet entzündet und die Wunden schmerzten stark. Die Luna Sandals hatten ganze Arbeit geleistet. Kack Dinger!!! Die Wunden waren so tief das ich die Narben noch heute als andenken trage.

Den ganzen Tag Barfuß im Schlamm, Dreck und nassem unterwegs waren meine Füße nun auch nicht gewöhnt.
Eine echte Tortour wurde aus der gedacht schönen tour!!
Ich machte es mir unter dem Unterstand gemütlich. So gemütlich wie es eben ging. Hunger hatte ich keinen das schlechte Wetter hatte mir den Appetit genommen.
Ich schlief sehr schnell ein den dieser Tag war echt hart.




Das war der 5. Tag meines Abenteuers. Ein wirklich sehr körperlich aber mehr noch emotional anstrengender Tag.

Ich hoffe der Bericht hat euch gefallen.

euer

soulrunhiker