SOULRUNHIKER

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Barefoot Jesko

Mittwoch, 7. März 2018

Ein Lauf wie er im Buche steht

Alle Krankheiten und Verletzungen sind nun endlich überstanden! Puuuhhhh, das war aber auch eine echt beschissene Zeit. Aber jetzt wird nach vorn geschaut, und endlich wieder gelaufen.
Ich hatte mir nach der überstandenen Krankheit, noch eine Woche Schonzeit verordnet.
Nicht zuletzt auch, weil es so bitter kalt war. Nicht das ich wieder irgendeinen Rückfall bekomme oder so. Es ging dann los mit einem lockeren 6 Km Lauf, zusammen mit meiner kleinen im Laufbuggy. Die Hälfte der Strecke lief ich Barfuß, da ich mit meinen neuen Luna Sandals leider immer noch auf Kriegsfuß stehe. Sie rutschen beim laufen, (und auch nur beim laufen, nicht beim gehen) immer Seitlich weg. Da kommt nicht wirklich Lauffreude auf, da es einfach nervt. Ich habe schon gefühlt 1000 mal die Riemen Neu eingestellt, verstellt, umgestellt, neu gemacht. Halt alles was man probieren kann. Nach knapp 100-150 Km dürften sie auch schon eingelaufen sein. Ich hoffe das sich das bald bessert, und die Sandalen da bleiben wo sie hingehören. Nämlich gerade am Fuß!
Es läuft sich eh viel schöner (wie ich finde), wenn man Barfüßig unterwegs ist.
Ich bin dann einen Tag später zu einem längeren Lauf gestartet. Er sollte ganz ungezwungen, mit Wohlfühl-Faktor von statten gehen. Ich habe mir im Vorfeld eine schöne Route ausgesucht.

Die Sportliche TTdR Strecke :-)


Von Witten-Bommern sollte es an der Ruhr entlang gehen. Einmal um den Kemnader Stausee und dann wieder zurück. Laut GPSies würden es knapp 27 Kilometer sein.
Puuhhhh!! So eine Strecke, bin ich schon länger nicht mehr gelaufen. Ich war einfach frei im Kopf und frohen Mutes. Endlich wollte ich mal wieder Spaß beim laufen und der Bewegung haben. Einfach frei sein, und mich treiben lassen im Flow der Bewegung.
Ob das eine so gute Idee war, gleich so eine lange Strecke in Angriff zu nehmen?
Ich lief dann ganz entspannt, bei schönstem Spätwinterlichem Wetter los.


Der eisige Hauch des Winters ist noch überall sichtbar, und Barfuß laufend auch spürbar.

Die Ruhr noch halb eingefroren, mit Schwan auf Tauchstation.

Läuft Super!

Es lief die ersten Kilometer wirklich erstaunlich gut. Die 6 Km vom Vortag merkte ich überhaupt nicht. Ich lief mit Lunas los.

Noch mit Lunas


Diese habe ich aber nach ca. 5 Km wieder in den Rucksack verbannt. Barfuß lief es dann umso besser. Ich fühlte mich so viel besser, und alles lief total rund. Hier und da war der Boden noch richtig kalt. Aber im Laufschritt, verweilt man ja nicht allzu lang an einem Fleck. Ab und zu legte ich Gehpausen ein. Nicht weil ich nicht mehr konnte, sondern weil irgendwas schönes zu sehen war. Es war herrlich so in meinem Tempo unterwegs zu sein. Es tat einfach Körperlich wie Seelisch unwahrscheinlich gut!

Bergfest, die hälfte ist geschafft!! 


Zu schnell fürs Foto! Der Kopf fehlt :-)

Die Bahn fuhr leider nicht :-)

Barfuß locker flockig unterwegs

Ich lief dann um den Kemnader See, und gönnte mir noch ein leckeres Eis. So dahin schlendernd, durch die Massen von Spaziergängern, genoss ich die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut in vollen Zügen.

Wat gibt es besseres wie ein schönes Eis unterwegs?


 Der Frühling steht überall in den Startlöchern, ob bei den Tieren oder den Pflanzen. Es ist förmlich spürbar!
Barfuß lief es wie von selbst. Hier und da zickte mein Körper ein wenig rum, aber diese "ich will nicht" Erscheinungen, gingen genau so schnell wieder wie sie gekommen waren.
Der Rückweg war dann fast mühelos von statten gegangen.
Na klar merkte ich, das ich so eine Strecke schön länger nicht gelaufen war, aber es fühlte sich alles noch wirklich gut an. Wieder in Witten-Bommern angekommen, war ich überglücklich und sehr zufrieden, diese Strecke so problemlos geschafft zu haben.

Schuhe??

Mein geheimer Spint unterwegs. Mit dicken Stiefeln drin :-)

Bäääääämmm---Geschafft!!! 27 Km in 3:20 Std

 Um ehrlich zu sein hätte ich es nicht für möglich gehalten, das ich so eine Strecke so Problemlos schaffen würde. Aber es lief halt. In meinem Tempo, ganz locker weg, war es sogar ein purer Laufgenuss. Gerade Barfuß hätte ich nicht gedacht über 20 Km so einfach laufen zu können. Das Training zu Hause auf der Drahtmatte, der Blackroll, mit dem Sportkreisel und der Wackelmatte hat also Früchte getragen. Also kann ich im Endeffekt sagen, das ich alles richtig gemacht habe. Ich werde jetzt öfter so laufen, einfach locker weg in meinem Tempo, und die Distanzen von mal zu mal ein wenig erhöhen. Damit ich gut vorbereitet in die Jubiläumsausgabe der TorTour de Ruhr 2018 gehen kann.
Wenn das so weiter läuft, was ich stark hoffe, bin ich guter Dinge.
Also Daumen hoch!!
In diesem Sinne euch allen alles erdenklich Liebe und Gute!!!

Bis bald euer soulrunhiker

Barefoot Jesko