SOULRUNHIKER

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Barefoot Jesko

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Glühwein-Lauf bei den Endorphin Junkies

Hallo meine Lieben!
Die Achillessehne hält und das Thema Arbeitsschuhe für einen Barfußläufer, ist noch nicht ganz erledigt.
Aber jetzt zum eigentlichen Thema. Ich war am 08.12.2019 zu Gast in Dortmund bei den Endorphin Junkies zum Glühwein-Marathon.
Ein Glück gab es nicht nur die Marathon-Distanz sondern auch eine kleinere Strecke zur Auswahl. Genauer gesagt den 15 Km Glühwein-Lauf.
Am Treffpunkt auf dem Gelände Phoenix West in Dortmund, war das ,,Hallo,, natürlich groß.






Viele liebe Lauffreunde die ich schon länger nicht gesehen habe waren dort. Umso größer war die Freude, endlich mal wieder aktiv dabei zu sein. Ich freute mich tierisch darauf, endlich mal wieder mit meiner Lieblings Lauffreundin Alba, die Laufstrecke unsicher zu machen.



Zu meiner Freude war auch Michele Ufer dabei, den ja wohl mittlerweile alle kennen dürften.
Er hat sich sogar so gefreut das er mir spontan die Füße küsste. 😉



Natürlich nicht in echt. Obwohl es auf dem Foto ja anders aussieht. 😂
Markus Flick, Martin Urlaub, Hans Urbaniak und viele viele andere liebe Leute machten die Vorfreude perfekt!
Die Marathonis sind schon am frühen Morgen gestartet, um dann die restlichen 15 Km mit den anderen Läufern zu absolvieren.
Das Tempo war eigentlich sehr angenehm, obwohl für mich doch ein wenig zu flott am Anfang.
Dennoch konnte ich ganz gut mithalten. Ich stampfte bei angenehmen 9 Grad und Sprühregen, wie eine alte Dampflok über die Strecke. Das Problem kenne ich ja nun schon zu genüge.




Ich brauche wirklich meine 6-8 Km um Spaß am Laufen zu empfinden. Vorher wehrt der Körper sich vehement gegen die körperliche Anstrengung. Das Herz klopft wie wild und ich bin so außer Atem, das kein vernünftiges Gespräch möglich ist. Die Gespräche sind gezeichnet von urzeitlichen Geräuschen. Ääääähhhh ooooohhhh uuuuhhhhh. Schon lustig!! Oft Frage ich mich dann, warum ich mir das überhaupt antue.
Doch pünktlich bei Km 6 wurde die Atmung ruhiger, das Herz schlug langsamer und gleichmäßiger.
Also hatte ich noch 10 Km zum genießen. Denn es waren nicht wie geplant 15 Km, es wurden am Ende 16 Km. Aber welcher Läufer beschwert sich schon über ein oder zwei extra Kilometer, gerade wenn man im Flow ist und gerade gut läuft.








Ich laufe ja gern bei Regen, deswegen war das Wetter für mich ideal. Wir liefen über einige Umwege in die Dortmunder Innenstadt, auf den dortigen Weihnachtsmarkt. Es wurden ein paar Fotos gemacht, und ein Weihnachtslied gesungen, und weiter ging es.






Es lief wirklich super leicht und locker flockig! Wir hatten alle viel Spaß miteinander, haben wie immer viel gelacht und über zukünftige oder vergangene Läufe gesprochen. Einfach herrlich.
Nach 16 Km hatten wir es dann geschafft.





Doch das Beste, kommt ja bekanntlich zum Schluss. Eine wirklich super Schluss-Verpflegung, mit vielen leckeren Sachen und natürlich passend zum Namen des Events, einen heißen Glühwein. Das Wetter wurde dann zusätzlich zum Regen auch noch stürmisch, so sehr, das dass Verpflegungszelt mal kurz abgehoben ist. Aber gut das es da war, denn darin war es doch viel wärmer, stimmt doch Alba, Oder?? 😂   





Es folgten dann noch einige kurze Gespräche, denn das Wetter lies kein langes verweilen mehr zu. Es war wirklich eine sehr schöne Veranstaltung mit vielen lieben und netten Leuten!
Montag hatte ich dann meine Laufpause, am Dienstag bin ich aber wieder eine kleine 8 Km Runde unterwegs gewesen. Immer wieder das gleiche! Wenn die ersten 6 Km nicht wären, würde es wirklich von Anfang an Spaß machen. So schlimm hatte ich das noch nie, oder ich habe es bislang noch nie so schlimm empfunden wie derzeit.
Naja, was soll man machen!? Es gibt nur eine Option und das ist weiter machen und Laufen, und das werde ich tun!
In diesem Sinne wünsche ich euch bis zum nächsten Blogeintrag alles liebe und Gute.

Euer soulrunhiker

Barefoot Jesko
 

Dienstag, 3. Dezember 2019

Herr Achilles lässt grüßen

Hallo meine lieben, da bin ich wieder. Diesmal geht es um ein Problem, das ich schon etwas länger vor mir her schiebe. Jetzt ist es aber akut. So ist es ja oft, wenn alles noch gut ist macht man nix.
Ich habe schon seit längerem, eine punktuell schmerzende und etwas verdickte Achillessehne.
Ich habe mich seit langem gefragt, wo das her kommt.
Ist es der Riemen der Lunas? Neee, der sitzt ganz woanders.
Liegt es am Lauftstil? Neee, die schmerzen bzw die Verdickung waren schon vor dem Laufbeginn da.
Ich habe lang überlegt. Habe den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen! Ich bin aber echt manchmal schwer von Begriff!! In diesem Fall echt Blöd-Blind.
Ich trage nur an einem Ort Schuhe. Anders gesagt da muss ich Schuhe tragen.
Es sind meine Arbeitsschuhe!!
Durch verschiedene Modelle habe ich mich gekämpft. Von geschlossenen, bis zur Sandale hab ich schon alles durch. Bin schon bei der größten frei verkäuflichen Weite angelangt.
Trotzdem allem sind  schon Deformationen an den Zehen aufgetreten, habe ich Überbeine an den Fersen, und jetzt dazu gekommen eine gereizte bzw entzündete Achillessehne.
Nicht Witzig!! Alle Einschränkungen und Deformationen, sind definitiv auf die Arbeitsschuhe zurückzuführen. Als Barfußläufer ist das wirklich schwer, und immer äußerst unangenehm, die Füße in Schuhe zu sperren. Auf der Arbeit aber unverzichtbarer Persönlicher Schutz.
Also was tun? 
Ich muss jetzt zu aller erst alle Instanzen, auf der Arbeit durchgehen, um mir Arbeitsschuhe anpassen zu lassen. Ich hoffe das ich dort auf offene Ohren stoße. Denn dieses Odyssee habe ich schon mal hinter mich bringen müssen, um mir Arbeitssandalen zu erstreiten. Lästiges Thema!!
Ich werde euch natürlich berichten, wie das Thema Arbeitsschuhe für einen Barfußläufer weitergeht.

Am Sonntag möchte ich ja gern mit Alba, die 15 Km beim Glühweinmarathon der Endorphin Junkies laufen. Ich hoffe ich schaffe das. Das wäre, jetzt nicht lachen, dieses Jahr die längste Distanz die ich gelaufen bin. Aber wie ihr ja alle wisst, aller Anfang ist schwer!
Die Achillessehne schmerzt bei laufen nicht, nur danach zwickt es. Sehr Komisch das ganze. Vielleicht sollte ich doch mal diesbezüglich einen Arzt konsultieren. Ich habe jetzt mal vier Tage Laufpause eingelegt, da ich nach einer schnellen 5 Km Runde extreme schmerzen gehabt habe.
Da haben wir es wieder, Speed Kills!!
Ich hoffe das ich euch am Sonntag, einen schönen Bericht vom Glühweinmarathon präsentieren kann.

Ich bin im Moment echt down! Ich muss mich zu allem aufrappeln. Nichts scheint Spaß zu machen, obwohl es dann ja doch voll schön ist. So eine wirkliche Gewichtsreduktion konnte ich auch noch nicht verbuchen. Irgendwie fühle ich mich in meinem Körper gerade nicht wohl. Aber auch dies kenne ich ja zu genüge. Meine Depression, hat mich viel lernen lassen.
Der Kopf versucht ja dauernd den Körper zu verarschen. Aber nicht mir mir!! Ich weis ja, wie der Hase läuft.
Dran bleiben und nicht aufgeben!



Bis dann euer soulrunhiker

Barefoot Jesko     

Freitag, 22. November 2019

Aller Anfang ist (wieder mal) schwer

Hallo meine lieben! Mein Wöchentliches Resümee.



Jetzt bin ich ja wieder regelmäßig am laufen. Alle zwei Tage, so wie vor meiner langen Pause. Den Körper wieder gangbar zu machen fällt mir mal schwerer mal leichter.
Aber oft ist es doch sehr schwer, und mühselig. Ich muss mich fast immer dazu aufraffen, laufen zu gehen. Manchmal, aber eher selten, habe ich wirklich richtig lust laufen zu gehen.
Das kenne ich ja von fast unendlichen Anfängen zuvor.
Oft kommt ja der Spaß und die Freude an der Bewegung beim laufen selbst. Manchmal aber auch nicht, und dann muss ich mich wirklich quälen. Ich kann es dann eigentlich selbst kaum glauben das ich Pfingsten 2018 noch 100 Km gelaufen bin, und ich Trainingsläufe um die 30 Km gelaufen bin. Was mir aber auffällt ist, das ich leider für kurze Strecken nicht gemacht bin. Erst ab 7-8 Km macht es mir Spaß und meine Beine, sowie mein Herz Kreislauf System haben sich angepasst, und alles läuft ruhig und harmonisch. Das war schon immer so. Mit den kurzen Distanzen 5-10 Km habe ich mich schon immer schwer getan. Vielleicht laufe ich zu langsam? Oder ich muss mich erst dran gewöhnen?! Aber will ich das?
Ach ich fühle mich manchmal, als ob ich für das laufen gar nicht gemacht bin. Dann kommen wieder dunkle Wolken über mich und ich denke, das ich eh nix auf die Kette bekomme. Ich weis nicht, aber der Anfang eines geregeltem Läuferlebens, gestaltet sich für mich immer sehr schwierig. Da trifft Zweifel auf Hochmut und Glückseligkeit. Ich weis das dass laufen mir gut tut, aber manchmal ist es wirklich schwer!
Ich muss mal sehen wo der Weg hingeht. Jedenfalls merke ich ja das es von Woche zu Woche besser wird. Je länger die Strecken werden, je wohler fühle ich mich auch wieder. Nichts desto trotz, fällt mir Berge laufen immer noch schwer. Die steilen Anstiege gehe ich. Ich denke da immer an meinen lieben Lauf-Freund Bernhard Sesterheim, laufen ohne schnaufen. Das ist eigentlich das beste für den Körper. Das ich keine Rekorde (höchstens Persönliche, aber die sind mir egal) mehr aufstelle ist ja mal klar. Ich bin jetzt 38 Jahre, und es läuft alles nicht mehr so wie vor neun Jahren, als ich angefangen habe zu laufen. Aber das ist auch OK so. Natürlich denken jetzt viele von euch. Mensch Jesko, 38 Jahre das ist doch noch nichts. Da gebe ich euch vollkommen recht. Doch merke ich zunehmends, das der Zahn der Zeit an mir nagt.
Ich mache jetzt den Körper und die Seele wieder gangbar, und dann wird es mir Physisch wie Psychisch wieder besser gehen. Und ich weis ja von 100 mal anfangen und wieder aufhören das dass ein längerer Prozess ist.
Ich weis wirklich nicht warum ich kein vernünftiges Level der Fitness halten kann!?
Vielleicht mag ich ja diese Quälerei, immer wieder von Null anzufangen. Ich weis es auch nicht!!
Ich werde mit meiner lieben Freundin Alba, am 08.12.2019 eine Teilstrecke (15 Km) beim Glühwein Marathon laufen. Unglaublich aber wahr, es wird voraussichtlich die längste Distanz für mich dieses Jahr. Das einzige was für mich derzeit keine Option ist, ist wieder aufhören. Ich bleibe dran und sehe wohin das führt. 
Hier noch ein paar Fotos von meinen Trainingsläufen.   








Bis dann euer soulrunhiker

Barefoot Jesko 

Sonntag, 17. November 2019

Ich Lebe noch! - und wieder Laufanfänger

Hallo ihr lieben!!
Ich habe mir nach der TTdR 2018 über 100 Km eine lange Auszeit gegönnt. Mitte August 2018 bin ich ja nochmal beim Urban Trail in Dortmund gestartet, ansonsten habe ich Lauftechnisch eigentlich nichts gemacht.
Die 100 Km bei der TorTour de Ruhr haben mir wirklich alles abverlangt. Ich habe so viel Trainiert und so viel Zeit meiner Familie "gestohlen", das ich danach einfach geschafft war. Auf ein Ziel hingearbeitet und es dann geschafft. WOOOW Perfekt!! Doch danach kam dann ein ganz schön tiefes Loch in das ich gefallen bin. Ich hatte kein Ziel mehr vor Augen, und ich wollte auch erstmal keines haben. Diese 100 Km zu laufen, waren immer mein Traum. Nun hatte ich es geschafft und konnte Lauftechnisch, mit mir nichts mehr anfangen. Marathon Blues oder Marathon Depression nennt man das in Fachkreisen wohl. Ich weis es nicht genau. Aber so kann man meinen Zustand nach der TTdR wohl beschreiben. Ich genoss die Zeit mit meiner Familie und den heißen Sommer 2018.
Ohne Laufen ging es mir eine Zeit lang ganz gut. Bis eben die Körpermaße wieder zunahmen und ich mich Seelisch nicht mehr gut fühlte. Anfang des Jahres bin ich dann wieder angefangen, laufen zu gehen. Habe im Frühjahr bis Oktober wieder pausiert, und bin jetzt aber wirklich gewillt wieder regelmäßig laufen zu gehen. 

Ich war wieder Laufanfänger!! Zumindest Körperlich. Ich weis nicht warum ich ein Level der Fitness nicht halten kann? Immer wieder, seit dem ich angefangen habe zu laufen, habe ich mal eine längere Zeit aufgehört zu laufen. Gefühlt bin ich, seitdem ich 2010 angefangen habe zu laufen, Hundert mal angefangen zu laufen. Hundert mal fühlte ich mich wie ein Blutiger Laufanfänger.
Jetzt wo ich wieder regelmäßig laufen gehe stellen sich die alt bekannten wehwechen ein. Kurz nachdem ich anfange zu laufen verhärten sich meine Unterschenkel so extrem, das ich damit mühelos einen Nagel in ein Brett hauen könnte. Ich kämpfe jedes mal um die nötige Motivation laufen zu gehen. Der Spaß an der Bewegung, am laufen, kommt ja dann oft beim laufen.
Manchmal aber auch nicht. Ich fühle mich Körperlich wie ein schwer fälliger Elefant.
Im Kopf aber bin eine grazile Gazelle.
Beim Blick in den Spiegel sehe ich beides nicht. Wenn ich doch nur mal einen Standard an Fitness gehalten hätte, dann müsste ich mich diesen Gefühlen nicht immer wieder stellen.
Ich muss auch unbedingt beweglicher werden! Ich bin steif wie ein altes Brett. Ich muss mich wirklich dazu zwingen Dehnübungen und dergleichen zu machen. Ich muss meinen Körper wieder gangbar machen, und das fällt mir immer schwerer. Man wird ja auch nicht jünger, und das merke ich mittlerweile doch sehr. Der Zahn der Zeit nagt an mir. Gerade wenn man längere Zeit sportlich nichts gemacht hat. OK OK ich bin jetzt gerade mal 38 Jahre geworden, trotzdem läuft alles nicht mehr so geschmeidig wie noch mit Mitte zwanzig.
Ich hoffe das ich schnell wieder auf einem akzeptablen FLL (Fitness Läufer Level) bin. Hoffentlich hat meine Muskulatur ein gutes Gedächtnis und erinnert sich schnell an das vergangene und Geleistete.
Ich werde euch auch hier wieder, ab und an auf dem laufenden halten, denn man erlebt ja als Läufer und gerade als Barfußläufer wirklich sehr lustige Sachen.
Ich mache einfach so weiter wie es mir gut tut.

Viele liebe Grüße an alle, habe euch sehr vermisst!!

Euer Soulrunhiker Barefoot Jesko