SOULRUNHIKER

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Barefoot Jesko

Dienstag, 3. Dezember 2019

Herr Achilles lässt grüßen

Hallo meine lieben, da bin ich wieder. Diesmal geht es um ein Problem, das ich schon etwas länger vor mir her schiebe. Jetzt ist es aber akut. So ist es ja oft, wenn alles noch gut ist macht man nix.
Ich habe schon seit längerem, eine punktuell schmerzende und etwas verdickte Achillessehne.
Ich habe mich seit langem gefragt, wo das her kommt.
Ist es der Riemen der Lunas? Neee, der sitzt ganz woanders.
Liegt es am Lauftstil? Neee, die schmerzen bzw die Verdickung waren schon vor dem Laufbeginn da.
Ich habe lang überlegt. Habe den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen! Ich bin aber echt manchmal schwer von Begriff!! In diesem Fall echt Blöd-Blind.
Ich trage nur an einem Ort Schuhe. Anders gesagt da muss ich Schuhe tragen.
Es sind meine Arbeitsschuhe!!
Durch verschiedene Modelle habe ich mich gekämpft. Von geschlossenen, bis zur Sandale hab ich schon alles durch. Bin schon bei der größten frei verkäuflichen Weite angelangt.
Trotzdem allem sind  schon Deformationen an den Zehen aufgetreten, habe ich Überbeine an den Fersen, und jetzt dazu gekommen eine gereizte bzw entzündete Achillessehne.
Nicht Witzig!! Alle Einschränkungen und Deformationen, sind definitiv auf die Arbeitsschuhe zurückzuführen. Als Barfußläufer ist das wirklich schwer, und immer äußerst unangenehm, die Füße in Schuhe zu sperren. Auf der Arbeit aber unverzichtbarer Persönlicher Schutz.
Also was tun? 
Ich muss jetzt zu aller erst alle Instanzen, auf der Arbeit durchgehen, um mir Arbeitsschuhe anpassen zu lassen. Ich hoffe das ich dort auf offene Ohren stoße. Denn dieses Odyssee habe ich schon mal hinter mich bringen müssen, um mir Arbeitssandalen zu erstreiten. Lästiges Thema!!
Ich werde euch natürlich berichten, wie das Thema Arbeitsschuhe für einen Barfußläufer weitergeht.

Am Sonntag möchte ich ja gern mit Alba, die 15 Km beim Glühweinmarathon der Endorphin Junkies laufen. Ich hoffe ich schaffe das. Das wäre, jetzt nicht lachen, dieses Jahr die längste Distanz die ich gelaufen bin. Aber wie ihr ja alle wisst, aller Anfang ist schwer!
Die Achillessehne schmerzt bei laufen nicht, nur danach zwickt es. Sehr Komisch das ganze. Vielleicht sollte ich doch mal diesbezüglich einen Arzt konsultieren. Ich habe jetzt mal vier Tage Laufpause eingelegt, da ich nach einer schnellen 5 Km Runde extreme schmerzen gehabt habe.
Da haben wir es wieder, Speed Kills!!
Ich hoffe das ich euch am Sonntag, einen schönen Bericht vom Glühweinmarathon präsentieren kann.

Ich bin im Moment echt down! Ich muss mich zu allem aufrappeln. Nichts scheint Spaß zu machen, obwohl es dann ja doch voll schön ist. So eine wirkliche Gewichtsreduktion konnte ich auch noch nicht verbuchen. Irgendwie fühle ich mich in meinem Körper gerade nicht wohl. Aber auch dies kenne ich ja zu genüge. Meine Depression, hat mich viel lernen lassen.
Der Kopf versucht ja dauernd den Körper zu verarschen. Aber nicht mir mir!! Ich weis ja, wie der Hase läuft.
Dran bleiben und nicht aufgeben!



Bis dann euer soulrunhiker

Barefoot Jesko     

Freitag, 22. November 2019

Aller Anfang ist (wieder mal) schwer

Hallo meine lieben! Mein Wöchentliches Resümee.



Jetzt bin ich ja wieder regelmäßig am laufen. Alle zwei Tage, so wie vor meiner langen Pause. Den Körper wieder gangbar zu machen fällt mir mal schwerer mal leichter.
Aber oft ist es doch sehr schwer, und mühselig. Ich muss mich fast immer dazu aufraffen, laufen zu gehen. Manchmal, aber eher selten, habe ich wirklich richtig lust laufen zu gehen.
Das kenne ich ja von fast unendlichen Anfängen zuvor.
Oft kommt ja der Spaß und die Freude an der Bewegung beim laufen selbst. Manchmal aber auch nicht, und dann muss ich mich wirklich quälen. Ich kann es dann eigentlich selbst kaum glauben das ich Pfingsten 2018 noch 100 Km gelaufen bin, und ich Trainingsläufe um die 30 Km gelaufen bin. Was mir aber auffällt ist, das ich leider für kurze Strecken nicht gemacht bin. Erst ab 7-8 Km macht es mir Spaß und meine Beine, sowie mein Herz Kreislauf System haben sich angepasst, und alles läuft ruhig und harmonisch. Das war schon immer so. Mit den kurzen Distanzen 5-10 Km habe ich mich schon immer schwer getan. Vielleicht laufe ich zu langsam? Oder ich muss mich erst dran gewöhnen?! Aber will ich das?
Ach ich fühle mich manchmal, als ob ich für das laufen gar nicht gemacht bin. Dann kommen wieder dunkle Wolken über mich und ich denke, das ich eh nix auf die Kette bekomme. Ich weis nicht, aber der Anfang eines geregeltem Läuferlebens, gestaltet sich für mich immer sehr schwierig. Da trifft Zweifel auf Hochmut und Glückseligkeit. Ich weis das dass laufen mir gut tut, aber manchmal ist es wirklich schwer!
Ich muss mal sehen wo der Weg hingeht. Jedenfalls merke ich ja das es von Woche zu Woche besser wird. Je länger die Strecken werden, je wohler fühle ich mich auch wieder. Nichts desto trotz, fällt mir Berge laufen immer noch schwer. Die steilen Anstiege gehe ich. Ich denke da immer an meinen lieben Lauf-Freund Bernhard Sesterheim, laufen ohne schnaufen. Das ist eigentlich das beste für den Körper. Das ich keine Rekorde (höchstens Persönliche, aber die sind mir egal) mehr aufstelle ist ja mal klar. Ich bin jetzt 38 Jahre, und es läuft alles nicht mehr so wie vor neun Jahren, als ich angefangen habe zu laufen. Aber das ist auch OK so. Natürlich denken jetzt viele von euch. Mensch Jesko, 38 Jahre das ist doch noch nichts. Da gebe ich euch vollkommen recht. Doch merke ich zunehmends, das der Zahn der Zeit an mir nagt.
Ich mache jetzt den Körper und die Seele wieder gangbar, und dann wird es mir Physisch wie Psychisch wieder besser gehen. Und ich weis ja von 100 mal anfangen und wieder aufhören das dass ein längerer Prozess ist.
Ich weis wirklich nicht warum ich kein vernünftiges Level der Fitness halten kann!?
Vielleicht mag ich ja diese Quälerei, immer wieder von Null anzufangen. Ich weis es auch nicht!!
Ich werde mit meiner lieben Freundin Alba, am 08.12.2019 eine Teilstrecke (15 Km) beim Glühwein Marathon laufen. Unglaublich aber wahr, es wird voraussichtlich die längste Distanz für mich dieses Jahr. Das einzige was für mich derzeit keine Option ist, ist wieder aufhören. Ich bleibe dran und sehe wohin das führt. 
Hier noch ein paar Fotos von meinen Trainingsläufen.   








Bis dann euer soulrunhiker

Barefoot Jesko 

Sonntag, 17. November 2019

Ich Lebe noch! - und wieder Laufanfänger

Hallo ihr lieben!!
Ich habe mir nach der TTdR 2018 über 100 Km eine lange Auszeit gegönnt. Mitte August 2018 bin ich ja nochmal beim Urban Trail in Dortmund gestartet, ansonsten habe ich Lauftechnisch eigentlich nichts gemacht.
Die 100 Km bei der TorTour de Ruhr haben mir wirklich alles abverlangt. Ich habe so viel Trainiert und so viel Zeit meiner Familie "gestohlen", das ich danach einfach geschafft war. Auf ein Ziel hingearbeitet und es dann geschafft. WOOOW Perfekt!! Doch danach kam dann ein ganz schön tiefes Loch in das ich gefallen bin. Ich hatte kein Ziel mehr vor Augen, und ich wollte auch erstmal keines haben. Diese 100 Km zu laufen, waren immer mein Traum. Nun hatte ich es geschafft und konnte Lauftechnisch, mit mir nichts mehr anfangen. Marathon Blues oder Marathon Depression nennt man das in Fachkreisen wohl. Ich weis es nicht genau. Aber so kann man meinen Zustand nach der TTdR wohl beschreiben. Ich genoss die Zeit mit meiner Familie und den heißen Sommer 2018.
Ohne Laufen ging es mir eine Zeit lang ganz gut. Bis eben die Körpermaße wieder zunahmen und ich mich Seelisch nicht mehr gut fühlte. Anfang des Jahres bin ich dann wieder angefangen, laufen zu gehen. Habe im Frühjahr bis Oktober wieder pausiert, und bin jetzt aber wirklich gewillt wieder regelmäßig laufen zu gehen. 

Ich war wieder Laufanfänger!! Zumindest Körperlich. Ich weis nicht warum ich ein Level der Fitness nicht halten kann? Immer wieder, seit dem ich angefangen habe zu laufen, habe ich mal eine längere Zeit aufgehört zu laufen. Gefühlt bin ich, seitdem ich 2010 angefangen habe zu laufen, Hundert mal angefangen zu laufen. Hundert mal fühlte ich mich wie ein Blutiger Laufanfänger.
Jetzt wo ich wieder regelmäßig laufen gehe stellen sich die alt bekannten wehwechen ein. Kurz nachdem ich anfange zu laufen verhärten sich meine Unterschenkel so extrem, das ich damit mühelos einen Nagel in ein Brett hauen könnte. Ich kämpfe jedes mal um die nötige Motivation laufen zu gehen. Der Spaß an der Bewegung, am laufen, kommt ja dann oft beim laufen.
Manchmal aber auch nicht. Ich fühle mich Körperlich wie ein schwer fälliger Elefant.
Im Kopf aber bin eine grazile Gazelle.
Beim Blick in den Spiegel sehe ich beides nicht. Wenn ich doch nur mal einen Standard an Fitness gehalten hätte, dann müsste ich mich diesen Gefühlen nicht immer wieder stellen.
Ich muss auch unbedingt beweglicher werden! Ich bin steif wie ein altes Brett. Ich muss mich wirklich dazu zwingen Dehnübungen und dergleichen zu machen. Ich muss meinen Körper wieder gangbar machen, und das fällt mir immer schwerer. Man wird ja auch nicht jünger, und das merke ich mittlerweile doch sehr. Der Zahn der Zeit nagt an mir. Gerade wenn man längere Zeit sportlich nichts gemacht hat. OK OK ich bin jetzt gerade mal 38 Jahre geworden, trotzdem läuft alles nicht mehr so geschmeidig wie noch mit Mitte zwanzig.
Ich hoffe das ich schnell wieder auf einem akzeptablen FLL (Fitness Läufer Level) bin. Hoffentlich hat meine Muskulatur ein gutes Gedächtnis und erinnert sich schnell an das vergangene und Geleistete.
Ich werde euch auch hier wieder, ab und an auf dem laufenden halten, denn man erlebt ja als Läufer und gerade als Barfußläufer wirklich sehr lustige Sachen.
Ich mache einfach so weiter wie es mir gut tut.

Viele liebe Grüße an alle, habe euch sehr vermisst!!

Euer Soulrunhiker Barefoot Jesko 






Mittwoch, 23. Mai 2018

"Ich mach Sachen" TorTour de Ruhr 100 Km

Das war ein Sieg über Körper und Geist auf ganzer Linie.
Unglaublich!! Mir fehlen eigentlich noch immer die richtigen Worte für das erlebte.
Ich weiß auch gar nicht, ob Worte dies überhaupt beschreiben können.
Ich bin so unendlich Dankbar, das mir so viele liebe Leute zur Seite gestanden haben. Das treibt mir immer noch Tränen in die Augen. Es dauert wirklich eine Zeit bis man das geschaffte, erstmal verarbeitet hat.
Ich versuche trotzdem mal die richtigen Worte zu finden.
Meine Vorbereitung war eigentlich recht gut,so gut es geht halt, zwischen Familie und Beruf. Ich war fast jeden zweiten Tag laufend unterwegs. Mal länger mal kürzer. Eigentlich war ich ganz gut vorbereitet, dachte ich zumindest. Ich meine vor zwei Jahren habe ich untrainiert bei knapp 65 Kilometern aufgegeben. Da dürfte es doch jetzt so vorbereitet mit dem Teufel zu gehen, sollte es nicht klappen.
Ich war so fokussiert auf die TorTour de Ruhr 2018, das ich für Berichte schreiben oder andere Dinge neben Beruf und Familie keine Zeit und Kraft hatte. Ich habe mich auch mental richtig gut auf das bevorstehende Abenteuer eingestellt, am Rheinorange anzukommen.

Es kam dann also mit großen Schritten auf uns zu, das Pfingst-Wochenende 2018.
Am Donnerstag vor Pfingsten besuchten wir noch unseren lieben Freund Alois. Er ist am Rheinorange gestartet, um nach Winterberg und zurück zu laufen. Wir haben ihn in Herdecke auf der Strecke des Ruhrtal Radweges aufgelauert, und dann auch erwischt. Ein tolles Erlebnis, und ein perfekter Heißmacher auf das bevor stehende. Am Sonntag morgen um 8:00 Uhr starteten die 230 Km Läufer in Winterberg, und um 18:00 Uhr die 160 Km Läufer in Arnsberg. Wir bleiben per Social Media immer auf dem neuesten Stand, und fieberten mit den Läufern mit. Am Samstag Abend war dann auch mein ganzes Team zugegen. Meine wunderbare Frau Cora und mein bester Freund Martin mit Frau Sina, die auch Coras beste Freundin seit Kindertagen ist. Ich versuchte frühzeitig ins Bett zu gehen. Aber trotz Entspannungsmusik und anderen Tricks konnte ich nur kurz einschlafen, um dann wieder Stunden lang nervös und aufgeregt im Bett zu liegen. Dann schellte endlich der Wecker, und wir machten uns alle fertig. Das Auto hatten wir schon am Abend vorher gepackt, und so mussten wir einfach nur einsteigen und losfahren. Am Hengsteysee, dem Start der 100 Km der TTdR angekommen, war schon ein hektisches treiben zu spüren. Unglaublich!!! Jetzt geht es gleich los. Schnell die Startunterlagen besorgt und das Fahrrad Startklar gemacht. Dann noch vielen lieben Bekannten Hallo gesagt und kurzen Smalltalk gehalten. Die Vorfreude stieg in mir auf und die Nervosität wich einem Gefühl der inneren Ruhe. Schon Klasse und so auch noch nie erlebt.
Der Startschuss fiel pünktlich um 04:00 Uhr!!

Wir machten uns auf eine 3 Km lange Prolog Runde, da wir dieses Jahr nicht wie sonst am Nordufer  am Kemnader See liefen, sondern am Südufer . Also fehlten die drei Kilometer. Nicht das sich jemand beschwert und am Rheinorange nicht die vollen 100 Km auf der Uhr stehen hat.
Es lief von Anfang an sehr gut bei mir. Die Beine fühlten sich locker an und ich suchte langsam mein Wohlfühltempo. Es war zu beginn doch recht schnell. Vermutlich weil man da noch in einer großen Gruppe unterwegs ist. Im Schnitt lief ich ein 6:30 min/Km Tempo, was für mich eigentlich viel zu schnell ist. Ich erinnerte mich aber an die Worte meines Freundes Tete, der sagte, lauf das Tempo und versuche es anzunehmen. So machte ich es dann auch. Ich war wirklich schnell unterwegs, es fühlte sich aber nicht unangenehm an. Schon in Herdecke warteten Cora und Sina auf Martin und mich.




 Das war aber noch zu früh um irgendeine Trinkflasche aufzufüllen. Aber es tat verdammt gut sie zu sehen! In Wetter/Ruhr also knapp 12 Km gelaufen, wechselte ich schnell mein Buff und lief geschwind weiter. Martin füllte noch eine Trinkflasche auf, und kam dann mit dem Rad nach.
Es lief echt erstaunlich gut. Ich hatte aber auch etwas Angst, da das Wetter heute echt warm werden sollte. Bei warmen Wetter laufe ich nicht gern. Aber am Wetter kann man bekannterweise ja nichts ändern. Also wollte ich in den frühen Morgenstunden so viele Kilometer sammeln wie es irgendwie möglich ist. Ich lief immer noch für meine Verhältnisse recht schnell. Dann waren wir schon am ersten offiziellen VP am Zollhaus / Kemnader See angekommen.



 25 Km waren geschafft, also schon 1/4 der Strecke. Es lief noch immer gut. Cora massierte immer wieder meine Beine mit einer geheimen Creme, was wirklich sehr gut tat. Ich legte nur ganz kurze Gehpausen ein um dann wieder rasch anzulaufen. Das Anlaufen fiel mir nicht besonders schwer. Nicht so wie vor zwei Jahren, wo ich auch eine komplett falsche Taktik gewählt hatte.
Ich erinnerte mich mit Martin an Teilstücke des Ruhrtal Radweges, die uns noch vor zwei Jahren extrem lang vorkamen. Dieses mal ließen wir sie schnell hinter uns. Bis zum VP "Wat läuft" in Bochum Dahlhausen, war ich über drei Stunden schneller wie zwei Jahre zuvor.
Kurz vor dem VP kam der liebe Alois mit seiner Frau Reni mir entgegen, und ich freute mich riesig über die gelungene Überraschung. Wahnsinn!!!




 Beim VP selbst habe ich mich hingesetzt und wieder meine Flüssignahrung zu mir genommen. Cora hat dann noch meine Beine massiert und los ging es wieder.
Dann kam es!! Ich habe wohl zu lange geruht, was meine Beine mir jetzt übel nahmen. Ich merkte das es nicht mehr so rund lief wie noch vor dem VP. Die Hälfte war geschafft, aber die andere wollte ja auch noch gelaufen werden. Ich machte jetzt öfter kürzere Gehpausen, und konnte dann aber auch wieder locker flockig anlaufen. Ich dachte mir immer, deine Crew bringt dich dadurch! Vor dem VP nur ,,noch Marathon,, ging es mir immer schlechter. Der Magen rebellierte und der Darm meldete sich zu ungewollter Aktivität. Zudem bekam ich Probleme mit dem Kreislauf. Beim anlaufen wurde mir nach kurzer Zeit schwindelig. Am VP ,,nur noch Marathon,, am Baldeneysee wartete aber eine Wahnsinns Überraschung auf mich. Mein bester Freund der Wolff mit Frau und Kind warteten auf mich.



Ich freute mich Riesig, konnte es aber zu dem Zeitpunkt leider nicht richtig zum Ausdruck bringen. Ich wollte nur schnell weiter!
Bei Haus Scheppen am Baldeneysee bin ich 2016 ausgestiegen. Jetzt war ich drei Stunden eher da. Also hatte ich noch genügend Zeitpuffer. Meine liebe Cora und Sina haben wirklich grandios zusammen gearbeitet. Sie haben es echt geschafft, alle 5-10 Km an der Strecke zu stehen und mir jeden Wunsch von meinen Augen abzulesen. Ich habe dann versucht mir Schuhe anzuziehen, um die Gehpausen etwas schneller bewältigen zu können. Was ich nicht bedachte ist, ich bin in Schuhen laufen nicht gewöhnt. Und so stellten sich schon nach wenigen Kilometern Rückenschmerzen ein.



Mir ging es immer schlechter und ich war dem Kollaps wohl sehr nahe. In Essen Kettwig war ein Festival und dort standen auch ein paar Dixi Klos. Ich erleichterte mich und danach hatte ich massiv mit einem Wolf zu kämpfen der sich sofort zwischen meinen Beinen fest gebissen hatte. Puuuhhhh!!
Obwohl ich bei jedem Privaten VP von Cora und Sina mich immer wieder mit Vaseline oder Melkfett eingesalbt habe, kam der Schweiß jetzt trotzdem durch. Ich rieb mich also Schritt für Schritt ein Stück mehr Wund. Aber welch ein Wunder!? Dadurch waren die Schmerzen in den Beinen und im Magen weg. Schmerzverlagerung nennt man das wohl. So konnte ich immer wieder mal anlaufen.
Ich war aber wirklich schon am Limit. Dann kam der liebe Tete mit seiner Verlobten Alex uns entgegen geradelt. WOOOW!! Was habe ich mich darüber gefreut!! Sie begleiteten uns ein Stück, und gaben mir viele gute Ratschläge, und Wünsche mit auf den weiteren schweren Weg. Wahnsinn!!
Dann kamen noch Tom und Sanne und begleiteten uns auch noch. Echt der Knaller!! Das tat nochmal so richtig gut knapp 25 Km vor dem Ziel. Echt unglaublich was meine liebe Cora da auf die Beine gestellt hat. Sie kennt mich wie kein anderer, und sie weiß auch genau was mir gut tut. Und so hat sie einfach mal alle meine Liebsten zu mir gebracht. Klar das Lucy nicht so eine TorTour mitmachen kann. Aber ein Video, das Cora mir zeigte von Lucy,, ließ meine Tränen purzeln!! Ich war echt fertig! Aber das alles zusammen, und die unermüdliche Aufmunterung meiner Crew, ließen neue Kräfte in mir frei. Ich war wirklich fertig, alles tat weh und ich fühlte mich echt miserabel. Aber jetzt so kurz vor dem Ziel konnte ich sie und mich nicht mehr enttäuschen. Wenn ich nicht gerade umfalle, dann geht es auch noch weiter! So ging es dann auch weiter durch die Felder des Ruhrtalhangs am Auberg. Die Sonne stand hoch am Himmel, und es war kein Schatten in Sicht. Dort habe ich mir zu allem übel wohl auch noch einen leichten Sonnenstich geholt. Anlaufen war nicht mehr möglich, ich marschierte monoton mit 6 Km/h durch die "Brandwüste".  Und wieder dachte ich mir, deine Crew bringt dich schon dadurch!
Ich habe dann auch wieder auf meine Luna Sandals gewechselt, da die Rückenschmerzen von den Schuhen nicht besser wurden. Mit den Lunas waren die Rückenschmerzen sofort wieder weg. Ein Phänomen!!
An meiner Seite, unermüdlich mein bester Freund Martin auf dem Fahrrad. Ich war echt fix und alle. Ich weiß nicht genau wo ich die Kraft her genommen habe, aber ich lief jetzt in Mühlheim angekommen immer wieder mal für 200-300 Meter an. Die Tränen rollten mir die Wangen hinunter und es ging mir von Kilometer zu Kilometer schlechter. Vor der Styrumer Ruhraue verliefen wir uns auch noch. Nahmen so also noch ein paar extra Kilometer mit. Die Läufer die schon lange hinter uns waren, waren jetzt wieder gleich auf. Aber das war mir auch sowas von egal!



 Ich wollte nur noch schnell ins Ziel! Endlich ans Rheinorange!! An den vielen Stellen wo Cora und Sina auf uns warteten, lief ich einfach dran vorbei. Sie fragten zwar was sie für mich tun könnten, aber die einzige Antwort von mir war, ich will nach Hause! Das einzige was mich noch aufrecht hielt, war ihre unermüdliche Unterstützung, ihre immer wieder kehrende Anfeuerungsrufe, das Video von Lucy wo sie sagte; Papa du schaffst das, und der stolz in mir das Ding jetzt zu Ende zu bringen.
Ich schleppte mich also in den Innenhafen von Duisburg. Dort kamen nochmal Tom und Sanne mit ihren Fahrrädern auf uns zu und gaben mir nochmals Motivation. Ich konnte nur noch Marschieren und kaum noch anlaufen. Höchstens 100-200 Meter waren noch drin.
Noch 5 Km!! Trotz des nahen Zieles fühlte ich mich nicht besser. Ich fing an zu Halluzinieren. Sah meine Eltern und meine beiden Töchter winkend auf mich zu kommen. Es waren aber nicht meine Eltern sondern andere Leute, oder gar keine. Ui Ui Ui Ui!! Jetzt wird es aber wirklich Zeit für das Ziel, dachte ich nur!! Essen konnte ich schon lange nichts mehr, und trinken ging auch nur noch sporadisch.
 Drei Kilometer vor dem Ziel, am Ruhrwehr in Duisburg kamen Cora und Sina nochmals an die Strecke. Ich schmiss mich weinend in Coras Arme und konnte einfach nicht mehr. Doch die drei Kilometer sollte ich ja wohl noch schaffen!!
Am Bört der Zielstrecke der TorTour de Ruhr kamen uns viele Begleiter und auch Läufer entgegen und feuerten uns an, beglückwünschten uns und gaben unermüdlichen Applaus. Sogar Tom und Sanne waren noch da und Gratulierten mir schon.
Noch mal ein letztes aufbäumen!! Cora und Sina waren kurz vor uns am Rheinorange.
Die letzten 200m  bis zum Rheinorange, lief ich dann noch in einen Wahnsinns Sonnenuntergang hinein.



Unter tosendem Applaus, der dort Anwesenden, klatschte ich noch bei vielen lieben Freunden ab.
Bis ich dann endlich nach 17 Std 01 Min 55 Sek die Orangefarbende Steele abklatschte!!!



Hier das Video vom Zieleinlauf: https://www.youtube.com/watch?v=qLMG3T4pAEQ
Ich war überwältigt von dem erreichten und wieder purzelten die Tränen über mein Gesicht.
Cora und ich lagen uns in den Armen und wir beide weinten vor Glück. Ach... mein  ganzes Team lag sich in den Armen und wir waren einfach nur überglücklich, es endlich geschafft zu haben!!
Das war wohl auch bei allen umstehenden merklich spürbar. So habe ich es jedenfalls im nachhinein, von vielen gehört. Es war ein magischer Moment, den es so nicht nochmal geben wird!!
Einfach einmalig!!
Jens überreichte mir dann noch freudestrahlend die fette 200g TTdR Medaille unter der im Sonnenuntergang glühenden Steele.



Das war meine TotTour de Ruhr 2018!!
Ich weis jetzt gar nicht wie ich meinem Team Danken soll. Es fehlen mir einfach immer noch die Richtigen Worte! Ich glaube, in meinem Fall, kann man so was nur mit Menschen durch stehen, die einem wirklich nahe stehen. Die einen verstehen, auch wenn man mal in einem mega Tief ist. Egal wie ich drauf war meine liebe Cora hat es immer irgendwie verstanden mich aufzuheitern. Mir ein lächeln abzugewinnen, mir wieder Kraft einzuhauchen, mich wieder zu motivieren weiter zu machen, nicht aufzugeben usw. Ich Liebe meine Frau ohne Ende und ich Liebe meine Familie ohne Ende!! Ohne sie, hätte ich es schon im Vorfeld nicht geschafft, mich entsprechend vorzubereiten. Sie haben oft auf mich verzichten müssen. Cora hat mir so oft den Rücken frei gehalten um das möglich zu machen. Ich Danke dir mein Sternchen!! Danke auch an meine ganze Familie die mich auch diesbezüglich immer unterstützt haben!
Ein besonderer Dank geht natürlich an meinen besten Freund Martin mit seiner Frau Sina!!
Ohne dich mein bester Freund hätte ich es nicht geschafft! Du hast zwar oft ratlos im Sattel gesessen und wusstest auch nicht mehr wie du mich motivieren sollst. Aber allein deine Anwesenheit war mir eine sehr große Stütze! Als nicht Läufer, ist der ganze Wahnsinn auch noch ein wenig schwerer zu verstehen. Du hast dir 100 Km den Popo auf dem Sattel platt gesessen, um mich zum Rheinorange zu begleiten. Das wird uns immer als ein magischer Moment in Erinnerung bleiben! Das nimmt uns keiner mehr. Danke für deine unermüdliche Unterstützung!!
Danke auch an Sina die eine absolute Navigations-Queen ist. Ohne dich hättet ihr mich nicht so oft Unterstützen können. Denn alle 5-10 Km an die Strecke zu kommen ist schon echt der Knaller!!
Das Offizielle Roadbook der TTdR, hat auf jeden Fall weniger Anfahrtspunkte, als du herausgefunden hast. Und das hat auch einen wesentlichen anteil daran, das ich es schaffen konnte!!
Danke!!!
Ihr wart wirklich die Weltbeste Crew, die ich mir vorstellen konnte. Genau die richtigen Menschen die ich mir gewünscht hatte, sie bei so einem Ereignis dabei zu haben!!
Ich Liebe Euch!!!!!!!!!!



Der eigentliche Dank geht aber natürlich an das ganze TorTour de Ruhr Team!!
Ihr habt jetzt zum 10. mal eine Wahnsinns Veranstaltung auf die Beine gestellt die jedes Jahr mehr und mehr gewachsen ist. Es ist eigentlich eine 230 Km lange Party an der Ruhr entlang. Von Läufern für Läufer. Als ich das erste mal als Helfer dabei war, wurde ich schon Infiziert. Es ist einfach unbeschreiblich auf und neben der Strecke! Was ihr da alle zwei Jahre auf die Beine stellt sucht zweifelsfrei seines gleichen. Es gibt nichts vergleichbares. TorTour de Ruhr ist einfach einmalig.
Mit den besten und liebsten Menschen die man sich nur vorstellen kann. Danke!!!           
Danke auch an die ganzen VP`s an der Strecke!! Was ihr da alles anbietet ist der absolute Knaller!! Ihr steht euch für uns bekloppte die Beine in den Bauch und bietet kulinarische Köstlichkeiten an.
Wahnsinn!! Tausend Dank!!  Ihr alle Helfer und  Begleiter seit die Geilsten ihr seit der Spirit der TTdR!!
Danke an alle die auf und neben der Strecke mir die Daumen gedrückt habt. Danke an alle!!
Ob ich mir das aber nochmal antue wage ich zu bezweifeln. Ich bin, außer ein bisschen Muskelkater, Verletzungs und Blessuren frei durch gekommen. Mein Magen-Darm Apparat hat noch ein zwei Tage rum gezickt. Ich bin wirklich froh das ich das so gut überstanden habe. Doch wie ich schon sagte die Zeit mit meiner Familie ist mir extrem Wichtig, diese immer so zu strapazieren fällt mir wirklich schwer. Alles hat seine Zeit, das war jetzt meine Zeit für die 100 Km der TTdR. Jetzt ist Family Time angesagt und alles andere kommt dann danach. Das Laufen wurde mir leider nicht mit in die Wiege gelegt, und ich muss wirklich hart und lange für so Ultraläufe trainieren. Bei vielen läuft das einfach so. Oder sie sind egoistischer.
Ich bin nicht dazu bereit so viel Zeit von meiner Familie weg zu sein. Ich bin noch so jung und auch die Kinder werden größer. Es wird vielleicht nochmal eine Zeit der ganz langen Läufe geben. Aber jetzt reicht es mir erstmal, und ich kann froh und stolz auf das bisher geleistete sein.
Vielen Dank nochmal an alle!! Ich hoffe ich konnte euch meine TorTour de Ruhr ein wenig nahe bringen.
In diesem Sinne euch allen alles erdenklich liebe und Gute!!

Euer soulrunhiker

Barefoot Jesko     
   

Sonntag, 25. März 2018

Auf zu neuen Wegen zwischen Familie und Arbeit

Die letzten beiden Wochen hatten es wirklich in sich. Viel Zeit zum schreiben blieb mir da leider nicht. In meiner Spätschicht Woche (von 14:00 - 22:00 Uhr) war ich nur zwei mal laufen gewesen. Einmal 12 Km und 1 x 15 Km.
Am Dienstag den 13.03. war das Wetter kalt und nass.
Ich quälte mich über die Laufstrecke. Ein wirkliches schönes Gefühl beim Laufen wie sonst, wollte sich nicht einstellen. Die Luna Sandals hielten diesmal aber ganz gut an den Füßen. Der einzige Wermutstropfen an diesem Tag. 
Und so war ich dann auch mehr als froh, wenigstens ein bisschen gelaufen zu sein. Es muss halt immer alles stimmen, die tägliche Körperverfassung (ganz Wichtig) und die äußeren Bedingungen. Ich fühlte mich wie ein Blutiger Laufanfänger. Jeder Laufschritt viel mir schwer. Es war ein Weichei Lauf wie er im Buche steht. Aber das kenne ich ja nur zu gut. Manchmal läuft es wie von selbst, und manchmal muss man für jeden noch so kleinen Schritt kämpfen.






Zwei Tage später lief es dagegen schon wieder richtig gut.
Es war nicht mehr ganz so bitter kalt, und hier und da blitzte mal die Sonne durch. Ein schöner Tag zum laufen. Ich fühlte mich ausgesprochen gut, deshalb lief ich auch wieder Barfuß.
Ich machte, wie schon erwähnt, 15 Km in einem für mich schnellem Tempo. So schnell, das ich mir eine kleine Blutblase gelaufen habe. Also bin ich mal wieder technisch zu unsauber gelaufen, und habe dann mit den Zehen gepusht.





So eine Woche zwischen Arbeit, Familie und Laufen ist schon sehr anstrengend!  Die Spätschicht trug dann noch ihr übriges, zu meiner Mentalen und Körperlichen Verfassung bei. 
Am Wochenende hatten wir Besuch von Freunden und somit war das laufen gestrichen. Natürlich hätte ich auch ganz früh morgens aufstehen können, aber das kam für mich nicht in Frage.
Ausschlafen und Zeit mit der Familie verbringen musste sein. Gerade in der Spätschicht Woche kommt die Zeit mit meinen lieben viel zu kurz.
Am Sonntag Abend wollte ich dann noch vor der Nachtschicht (20:00 Uhr - 06:00 Uhr) laufen gehen, doch das habe ich vom Kopf her einfach nicht geschafft. So lief ich dann wieder Dienstag und Donnerstag meine 12+15 Km. Diesmal aber mit viel mehr Bergen.
Denn das tollste wisst ihr ja alle noch gar nicht. Wir waren bei einem lieben Lauffreund zum Geburtstag eingeladen, und da fragte er, ob ich nicht Lust hätte auf ein Abenteuer-Lauf!?
Aber na klar, war meine rasche Antwort. Ich wollte mich ja eh in Zukunft mehr auf Abenteuer Läufe konzentrieren, bzw mal ausprobieren.
Und so werde ich jetzt drei Wochen nach der TorTourdeRuhr, nach Russland fliegen. An die Europäisch Asiatische Grenze ins Ural-Gebirge. Dort gibt es die TransUral 2.0 Laufserie.
Die Serie geht über vier Jahre. Im ersten Jahr Süd-Ural, im zweiten Mittlerer-Ural, im dritten Nord-Ural und im vierten Jahr geht es dann in die Polar-Ural Region.
Jeweils ein Etappenlauf über 4 Tage mit unterschiedlichen Distanzen (15-45 Km) und Höhenmetern (1000-1500 Hm). Ich bin sehr gespannt, da ich ja noch keinerlei Erfahrung mit Etappenläufen besitze. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Und dabei habe ich ja einen alten und Erfahrenen Hasen, was Etappenläufe angeht.
Kann nur Genial werden! Oder ich sage, es war eine Erfahrung aber nie wieder. Auf jeden Fall wird es ein echtes Abenteuer!
Jetzt werde ich mich aber wie bisher, auf die Jubiläums Ausgabe der TTdR 2018 konzentrieren.
Hier und da werde ich aber schon jetzt mal ein paar extra Höhenmeter mit einbauen.
Es bleibt also Spannend! Ich werde natürlich weiterhin über die Vorbereitungen und auch über alle weiteren Geschehnissen gerne Berichten. Ich hoffe ihr habt ein wenig Spaß dabei.
Euch allen weiterhin alles erdenklich liebe und Gute!
Bleibt Gesund, das ist das Wichtigste, der Rest wird sich von allein regeln.

Euer soulrunhiker



Barefoot Jesko

Montag, 12. März 2018

Zick Zack durch die Massen

Am Sonntag sollte es nochmal ein längerer Lauf werden. Ich wollte wieder an der Ruhr entlang, und einmal um den Kemnader See laufen. Rückblickend eine schlechte Idee. Es war so viel Betrieb am See, das man wirklich Zick Zack laufen musste. Entspannt war das mal nicht. Und in solchen Massen bin ich auch überhaupt nicht gern unterwegs. Das Lustige daran ist ja das man sehr viele Leute trifft, Barfuß laufend fällt man da extrem auf. Einen Barfuß laufenden habe ich auch getroffen. Er hatte seine Schuhe in der Hand und lief auch Barfüßig. Denke mal das er das nur mal kurz gemacht hat, sonst hätte er ja keine Schuhe dabei gehabt, Grins. Verrückte Leute trifft man auch. Zum Beispiel ein Mitläufer der offensichtlich Globalisierungsgegner und militanter Menschenhasser ist. Er erzählte mir das es zur Zeit nicht gut ist mit vielen Leuten auf einmal zu laufen, wegen der Ansteckungsgefahr. Und überhaupt die Globalisierung etc. etc. Puuuhhhh, solche Leute mag ich ja gar nicht, während des einseitigen Gesprächs, lief ich einfach in eine andere Richtung und lies ihn allein mit sich weiter reden. Der Rest der Runde wurde dann von vielen ungläubigen Blicken und einigen bekannten Kommentaren veredelt. Kennt man mittlerweile ja schon zu genüge. Aber einige sehen vielleicht einen Barfußläufer wirklich zum ersten mal. Ich nehme das locker und achte gar nicht mehr so wirklich drauf.
Die knapp 22 Kilometer liefen heute nicht besonders flüssig. Ich musste doch einige kurze gehpausen einlegen, da ein großes Stück Lasagne, eine Stunde vor dem laufen doch nicht so gut kommt. Ich hatte derb Sodbrennen und das Power Gel auf der hälfte tat dann sein übriges. Sodbrennen und Power Gel vertragen sich überhaupt nicht, Grmmpf! Das hätte ich mir ja auch vorher denken können.
Zum Ende des Laufs lief es dann aber wieder richtig gut und entspannt. Ich bin 20 Km Barfüßig unterwegs gewesen. Habe trotz den gehpausen "nur" 2:45 std gebraucht. Für mich, eine wirklich sehr gute Leistung. Am Abend verspürte ich dann wieder einen wohligen kleinen Muskelkater, der mir lobend in die Glieder fuhr. Es läuft!
Jetzt beginnt leider wieder meine Arbeitswoche, und ich muss sehen wie ich das laufen zwischen Beruf und Familie unterbringe. Das wird aber schon irgendwie klappen.






Viele liebe Grüße an alle und bleibt Fit
Bis dann euer soulrunhiker

Barefoot Jesko     

Freitag, 9. März 2018

Barefoot Relax Run

Gestern habe ich nach dem "langen" Lauf über 25 Km eine kleine Pause eingelegt. Hatte doch schon ein wenig Muskelkater in den Oberschenkeln. Die Unterschenkel sind aber Dank meines Trainings zu Hause, auf der Drahtmatte, dem Sportkreisel (dem ich wirklich jedem empfehlen kann) nahezu unbeeindruckt von dem Lauf geblieben.
Heute bin ich aber wieder raus in den Wald, und hab eine "kleine" 10 Km ganz relaxed gelaufen.
Erst wieder mit Lunas, (ich gebe einfach nicht auf die Dinger einzulatschen!) und dann wieder Barfuß. Obwohl ich ja sagen muss, das der Waldboden doch noch sehr viel kälter ist als der Asphalt auf den Straßen. Aber es war alles noch im Wohlfühl-Bereich. Im Wald laufe ich ja eh am liebsten.
Wenn es nur nicht immer so auf und ab ginge. Die steilsten Anstiege bin ich dann halt hoch gegangen, mache ich ja schon immer so. Ist ja keine Schande, und meine Beine haben es mir gedankt. Allgemein war es heute wieder recht frisch, der Wind war böig und kalt. Aber auch das war noch alles im Rahmen. Hier und da hab ich dann noch ein paar Fotos gemacht, und genoss den Lauf im Wald. Die Oberschenkel motzen am Anfang noch ein wenig rum, aber als sie eingelaufen waren, lief es umso besser. So kann es Bitte weiter laufen!
Besonders schön waren die kleinen Abstecher auf bemooste Flächen. Das hat den Füßen

natürlich besonders gefallen. Es läuft gerade echt super, in allen belangen!
 Nach dem Lauf, ist ja bekanntlich vor dem Lauf. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten längeren Lauf im gemütlich lockerem Tempo!

Hier, ein paar Bilder von meinem Lauf heute




                                                     

        




















Viele liebe Grüße an alle und bis bald euer soulrunhiker

Barefoot Jesko